Zitat der Woche von Benjamin Lee Whorf 0
Wir müssen mehr über die Sprache herausfinden. Schon jetzt wissen wir genug, um uns darüber klar zu sein, dass sie nicht das ist, wofür sie von der großen Majorität aller Menschen, seien es Laien oder Wissenschaftler, gehalten wird. Die Mühelosigkeit, mit der wir sprechen, ohne etwas von dem komplizierten Mechanismus zu ahnen, den wir dabei benutzen, erzeugt eine Täuschung. Wir bilden uns ein, zu wissen, wie es gemacht wird und dass nichts Geheimnisvolles daran sei. Wir kennen alle Antworten. Aber – wie falsch sind diese Antworten. Es ist wie mit den unkorrigierten Sinneseindrücken, die dem Menschen ein einfaches sinnfälliges und zufriedenstellendes Bild der Welt geben, aber eines, daß sehr weit von der Wirklichkeit entfernt ist. (S.51)
Benjamin Lee Whorf (Sprache, Denken, Wirklichkeit 1963),
Link zu Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-Hypothese
In der Linguistik besagt die Sapir-Whorf-Hypothese, dass die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, stark durch Grammatik und Wortschatz (die semantische Struktur) seiner Muttersprache beeinflusst oder bestimmt wird. Daraus folgt, dass es bestimmte Gedanken einer einzelnen Person in einer Sprache gibt, die von jemandem, der eine andere Sprache spricht, nicht verstanden werden können. Die kontrovers diskutierte Annahme wurde von Benjamin Whorf aufgestellt, der sich auf den Sprachwissenschaftler Edward Sapir beruft und die Hypothese gemeinsam mit ihm vertrat.
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